LanLight

(Autor: Cougar2202 · http://www.adg-clan.de · 02.06.'03)


Tastaturmodding. Klar, muss sein. Was macht man so standardmäßig? LEDs tauschen und gut ist. OK, die grünen LEDs sollten raus, da ja die meisten LEDs im Tower rot sind. Also müssen rote rein.

Aber das soll noch nicht alles gewesen sein. Ob ich die Tastatur lackieren werde ist noch fraglich, da ich eine dieser Multimedia Keyboards von Typhoon habe (Lidl rocks da place!).

Was mich auf LANs immer am meisten nervt ist, dass wenn man mal Licht braucht man keines hat. Will heißen da muss man mal eine CD beschriften oder irgendwas lesen oder sucht eine Büroklammer um den Notauswurfknopf des CD-Laufwerks zu entriegeln - und sieht nix, weil man kein Licht hat. Eine kleine Halogen-Schreibtischlampe mitzunehmen habe ich mir nach einer der letzten LANs abgewöhnt, da ich Schuld daran war, dass die Sicherung rausflog - in dem Moment als ich mein Lämpchen einschaltete. Also muss etwas anderes her. Im Computer selber ist in dem Fall nicht sinnvoll, da der Ausleuchtungsbereich für mich nicht ausreichend wäre, und vor allem: Wo anmontieren? Schwanenhalsmontage gut und schön, auch nicht mein Fall. Ich wollte etwas anderes machen, integriert in die bestehende Hardware, nicht gleich so offensichtlich, ohne viel Strom zu verbrauchen und möglichst mit Teilen, die ich noch in meinem Fundus rumliegen habe.

Ich fand noch eine kleine Kaltlicht Kathode (weißes Licht) und in der Tastatur ist (fast) genügend Platz für den Konverter, da müsste sich doch was machen lassen... Das Problem ist nur, dass das Tastaturkabel lediglich 4-Polig (plus Masseshield) ist, ich aber für 12V noch mindestens eine weitere Leitung bräuchte. Zuerst dachte ich an eine andere Zuleitung, aber bei meiner Suche nach einem passenden PS2-Stecker musste ich leider aufgeben, der liegt noch bei Reichelt ;-) Aber ich fand eine Lautsprecherleitung, 2-polig, 3/4mm stark, genau das richtige. Also habe ich mich gestern Abend dran gesetzt, ein LAN-Light in meine Tastatur zu bauen.


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Hier ist sie also, das gute Stück. Massig Tasten, teilweise programmierbar, gute Funktionen, guter Tastenwiederstand und das ganze zu einem unschlagbaren Preis bei LIDL. Aber vor das Licht hat der Herr die Arbeit gesetzt. Also Schraubendreher geholt und die zig Schrauben auf der Unterseite gelöst.


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Das ganze aufgeschraubt. Unter den grauen Gummimatten oben und rechts sind die Sondertasten versteckt, unten in der Mitte das bisschen Elektronik, oben unterhalb der Zuleitung die LEDs. Im Zuge des Umbaus habe ich die LEDs gleich mal gegen rote 3mm LEDs ausgetauscht. (Anm.: Wie man die austauscht dürfte hinlänglich bekannt sein.). Auf den Tasten liegen kleine Gummidingens, die beim Tastendruck den Wiederstand liefern und beim Druck 2 Kontakte auf den Folien zusammenbringen. Eine gängige Methode für Tastaturen, die meisten Tastaturen sind so oder ähnlich aufgebaut. Die einzige Tastatur mit Microschaltern, die ich kenne, wurde damals von WANG hergestellt, hatte einen Metallboden und wog. ca. 1Kg.


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Damit nichts verloren geht werden erst einmal alle dieser Gummiteile entfernt und beiseite gelegt. Ich habe mir dazu eine Tupperschüssel von meiner Frau geholt. Sollte nämlich eines dieser Hütchen fehlen darf man sich auf die fröhliche Suche begeben. Was da so schräg rechts auf der Tastatur rumliegt ist die LED-Leiste, auf der ich gleich mal die LEDs ausgetauscht habe.


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Als nächstes begab ich mich auf die Suche nach einem Platz für den Konverter. Platz in der horizontalen hatte ich, aber leider war der Konverter etwas dicker als ich es gebrauchen konnte. Also musste der Cutter ran. Die Umrisse aufgezeichnet und ausgeschnitten - dank ABS-Kunststoff hat das ganze nur ein paar Minuten gebraucht. So wahnsinnig sauber habe ich nicht gearbeitet, hätte es auch ausfräsen oder flexen können, aber da sieht es sowieso keiner, also war mir das egal. Danach wurde das Modul mit Sekundenkleber in dem Ausschnitt fixiert.


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Der Platz für die Kaltlicht Kathode war schon von Anfang klar - oben oder besser gesagt hinter den Oberer Sonderfunktionstasten mit Abstrahlung nach hinten. Dass das ganze auch gut aussieht habe ich aus einer Abdeckung eines alten Plattenspielers ein Stück getöntes Plexiglas ausgeschnitten und in Form gebracht, dann den Ausschnitt in die Tastatur gefräst und alles schließlich mit Styrolkleber von Revell miteinander verklebt.


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Dann ging's an löten der Kabel. Als erstes habe ich das 12Volt Zuleitungskabel an den Konverter angeschlossen, verlängert und im Gehäuse verlegt. Alles extrem eng dort aber etwas Tesa zur Fixierung wirkt Wunder! Einen Schalter habe ich in der rechten oberen Ecke eingebaut, es ist ein simpler 1xUM Schalter. BTW, sagte ich schon dass ich PROXXON-Fan bin? Und nein, Proxxon stellt keinen Schund und Billig-Kram her, das Zeug ist echt Spitzenklasse!


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Schließlich war auch die KK eingebaut, fixiert und die Kabel verlegt. Dann ging es wieder ans zusammenbauen. Erst sämtliche Tasten wieder eingesetzt (beim auseinanderbauen fielen mir die Sonderfunktionstasten entgegen *grrrrrr*), dann die ganzen Hütchen wieder an Ort und Stelle bringen (Tastatur etwas höher lagern, so dass die Tasten frei nach "unten" hängen können, das erleichtert die Sache ungemein), danach kommen die Gummimatten und die Tastaturfolie wieder an ihren Platz. Wenn man jetzt noch den Boden aufsetzen kann, ohne dass etwas spannt, sich hochbiegt oder man Gewalt anwenden muss, hat man schon (fast) gewonnen.

Und wie schaut das ganze jetzt aus? Na, einfach klicken ;-)


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Wer das ganze nachbauen möchte: Viel Glück! Und bitte beachten: Ich übernehme KEINERLEI GEWÄHRLEISTUNG dass das ganze bei Euch auch funktioniert, dass Eure Tastatur auch moddingfähig ist, dass ihr Euch nicht am Lötkolben verbrennt etc., bla, bla, bla. Also ALLES AUF EIGENE GEFAHR! Viel Spaß beim basteln!

Bei Fragen einfach email an Cougar2202@surfeu.de oder im Forum bei Virtual-Hideout.de

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